Wer bin ich?
Es ist dunkel geworden.
Und kalt.
April.
Mit dunklen Wolken am Himmel.
Und Regen.
Ich stehe am Fenster.
Ich sehe die Lichter.
Und ich kann mich erkennen.
Unscharf.
Dunkel.
Mein Gesicht.
Ein Gemisch aus Grautönen.
Sie gehen ineinander über.
Ich trete zurück.
Einen Schritt.
Bin das ich?
Ja.
Das bin ich.
Manches liegt im Verborgenen.
Manches ist mir nicht bewusst.
Und manches verberge ich gezielt…
Kerzenlicht.
Es flackert.
Es scheint unruhig.
So wie ich.
Bisweilen.
Unsicher.
Als würde ich gleich ausgehen…
Meine Flamme verlöschen…
Wer bin ich?
Ich wüsste es selber gern.
Spielball von Gefühlen und Emotionen?
Manchmal fühle ich mich so.
Gefühle eines Kindes.
Aber nicht nur.
Bisweilen vertraue ich blind.
Und es ist mein Schaden.
Wunden, die kaum heilen.
Manche durchschaue ich sofort.
Und halte mich fern.
Zu meinem Vorteil…
Was macht es aus?
Manche erkenne ich sofort.
Andere nie.
Und auf den einen oder anderen…
Auf den falle ich hinein.
Immer wieder.
Obwohl ich es wissen müsste.
Längst.
Ich begreife mich nicht…
Wer bin ich?
Ich habe Angst.
Und fühle oft tiefe Schuld.
Wenn ich liebe, dann mit tiefem Gefühl.
Mit Hingabe.
Wenn ich hasse, dann mit Inbrunst.
Pure Ablehnung…
Wenn ich nicht will, dann will ich nicht.
Unabrückbar…
Was will ich?
Ich weiß nicht.
Klare Ziele.
Pläne…
Davor habe ich Angst.
Oft.
Aber wenn ich an dich denke.
Dann kommt Ruhe über mich.
Und Lächeln.
Du.
Ich weiß nicht ob ich dich liebe.
Aber du gibst mir Kraft.
Mit dir wird alles leichter.
Und ich bin gelassen.
Mit einem Mal.
Wer ich auch bin.
Du machst mich leichter…
Vivienne